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Kultur & Reisen

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                                                                                 Flusskreuzfahrt Berlin - Stralsund

Bedingt durch die Corona Pandemie, starteten wir erst am 27. August zu unseren  diesjährig ersten Fahrt. Von Mülheim fuhren wir mit Lutz und Steffen mit zwei Bussen, wegen der Hygienevorschriften, von Mülheim nach Berlin-Tegel. In Marienborn hatten wir einen längeren Aufenthalt. Von einigen Mitreisenden wurde dies zu einem Besuch in der neu eröffneten Ausstellung in der Gedenkstätte Marienborn ausgenutzt. Die Austellung war sehr informativ und man fühlte sich dabei in der Zeit vor über dreißig Jahren zurückversetzt. Gegen 16:00 Uhr checkten wir, unter Berückichtigung der Hygienemaßnahmen, auf der MS "Princess", am Anleger des Tegeler Sees in Berlin-Tegel, ein. Nach dem einchecken legte die MS "Princess" sofort ab und fuhr zunächst über den Tegeler See, der Havel in den Oder-Havel-Kanal. Zwischenzeitlich wurde die Reisegruppe vom Kapitän Jochen begrüßt. Nach dem Abendessen (3-Gang-Menue) wurden die Reisenden in der Lounge, was einem besseren kennenlernen dienen sollte, einzeln vorgestellt. Gegen 23:30 legte die MS "Princess"  in Eberswalde im Nordpark am Oder-Havel-Kanal, zu ersten Übernachtung an.

 

Der nächste Tag begann für einige Teilnehmer mit Annelore auf dem Sonnendeck mit Frühgymnastik. An diesem 28.08 hatte unser "Paul" Geburtstag. Nach dem Frühstück hatten die Teilnehmer noch Zeit und Gelegenheit zu einem Rundgang durch den Nordpark von Eberswalde. Gegen 10:30 Uhr legte die MS "Princess" ab und fuhr weiter auf dem Oder-Havel- Kanal dem Schiffshebewerk Niederfinow entgegen, dass wir um die Mittagszeit erreichten. Das 1934 erbaute Schiffshebewerk ist ein beindruckendes geschütztes Industriedenkmal und das älteste noch arbeitende Deutschlands. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern zwischen Oder und Oder-Havel-Kanal. An der Ortschaft Oderberg vorbei ging die Fahrt bis zum Ort Hohensaaten auf der Alten Oder. Nach dem Schleusengang in der Ost-West Schleuse in Hohensaaten befuhr die MS "Princess" den Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserweg (oder bis Schwedt auch Alte Oder). An den Ortschaften Lunow, Stolzenhagen; Stolpe (Oder) und Stützkow vorbei legte das Boot gegen 18:00 Uhr in Schwedt (Oder) am Bollwerk an. Zum Abendessen wurde beim Dessertgang unser Geburtstagskind Paul besonders geehrt. Danach gab es die Gelegenheit zu einem Erkundungsgang durch Schwedt.

Vor dem Ablegen um 10:30 Uhr lud uns die Stadt Schwedt zu einem Bummel ein. Hervorzuheben war, wie gepflegt die Stadt war und wie  z.B. die Plattenbauten aus der "DDR-Zeit" besonders "aufgehübscht" worden sind. Nach dem Ablegen mit Kurs Richtung Stettin auf dem Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserweg, hielt Armin einen Vortrag  über Pommern und  einen Film u.a. über die Städte Szczecin (Stettin); Swinemünde (Swinoujscie); Stralsund und Binz mit Dokumentationen aus den Jahren 1880- 1945. Gegen Mittag erreichte die MS "Princess" die Ortschaft Gartz (Oder) und erreichte weiter über die Westoder bei dem Ort Mescherin die Grenze zu Polen. Über die Wasserstraße Skosnica; die Oder; die Wasserstraße Parnica den Kanälen Przekop Mielensky und Grabowski erreichten wir wieder die Westoder. Für diese Wasserwege, innerhalb Stettins, kam sogar ein Lotse an Bord. Gegen 15:00 Uhr legte unser Flusskreuzfahrschiff am Bulwar Piastowski (Piest Boulevard) mitten in Stettin, unweit der Haken Terrasse, an. Bis 18:00 gab es die Möglichkeit die Stadt Stettin zu erkunden oder vom Sonnendeck aus das lebhafte Treiben auf dem Boulevard zu bestaunen. In der Lounge gab es vor dem Abendessen eine Allgemeine Information für den Aufenthalt in Stettin. Danach lud die Stadt zu einem Abendspaziergang ein oder konnte das bunte Treiben auf der Promenade vom Sonnendeck aus sich anschauen.

Der Tag begann nach Frühgymnastik und Frühstück in der Lounge mit Besprechung des Tagesprogramms ehe um 10:00 die Stadtführung in zwei Gruppen begann. In der sehr informativen Führung, wurde den Teilnehmern geschichtlich; architektonisch und kulturell Stettin näher gebracht. Pünklich zum Mittagessen waren alle wieder an Bord. Den Nachmittag konnte jeder individuell gestalten mit spazierengehen, ruhen auf dem Sonnendeck oder in der Kabine. Nach dem Abendessen luden uns Jürgen und Anne zu einem Bingo Abend in der Lounge ein.
Am letzten Augusttag legte die MS "Princess" um 5:00 Uhr von der Promenade in Stettin ab. Über die Westoder / Oder erreichte sie  kurz nach 7:00 Uhr die Odermündung somit das Stettiner Haff. Nach der Fahrt übers Haff fuhr die Princess in den Kanal Piastowski (Piastenkanal), besser bekannt unter dem Namen "Kaiserfahrt", er umgeht das schwer zu  befahrene Swinedelta und verbindet direkt den Swinemünder Hafen mit dem Stettiner Haff. Gegen 9:30 Uhr legte die Princess im Hafen von Swinemünde an. Der Rest des Tages bis zum Abendessen stand "zur freien Verfügung". Die Promenade und der Strand lockte bei herrlichem Wetter auch die Innenstadt sowie andere Sehenswürdigkeiten von Swinemünde wurden in Augenschein genommen.

Der erste September war ein Tag der Entscheidungen. Wer wollte,  konnte an Bord der MS" Princess" bleiben, oder zu Fuß vom Anleger in Swinemünde über Ahlbeck nach Heringsdorf laufen, oder wie die meisten der Teilnehmer, per Bustransfer nach Ahlbeck fahren und von dort über die Promenaden die drei "Kaiserbäder Ahlbeck; Heringsdorf und Bansin geniessen. Währendessen unser Schiff über die "Kaiserfahrt" zurück durch das Stettiner Haff und den Peenestrom bis Wolgast fahren. Gegen 18:00 Uhr wurden die anderen Teilnehmer vom Forum in Heringsdorf mit dem Bus abgeholt und nach Wolgast zum Schiff gefahren. Nach dem Abendessen gab es in der Lounge noch eine Information über den kommenden Tag auf Rügen.

Wieder gegen 5:00 Uhr legte die Princess von der Hafenstraße in Wolgast ab um unter der "Blauen" Peenebrücke, durch den Peenestrom  Richtung Greifswalder Bodden zu fahren. Gegen 6:30 Uhr erreichte das Schiff den Greifswalder Bodden, was auch die Teilnehmer durch den erhöhten Seegang merkten. Die Wellen schlugen teilweise bis an die Kabinenfenster. Alles in allem keiner ist zu Schaden gekommen und das Frühstück hat allen auch gut geschmeckt. Nach dem Anlegen und festmachen in Lauterbach gab es noch eine Informationsrunde. Wie am Vortag, konnte ein jeder seinen Tag gestalten. An Bord bleiben, einen Rundgang durch Lauterbach und Putbus unternehmen oder, wie die meisten der Reisegruppe, mit dem Dampfzug "Rasender Roland" von Lauterbach-Mole zum Seebad Binz fahren. Gegen Mittag erreichte der Zug Binz, von Bahnhof aus gelang man entweder zu Fuss oder mit der  Kurtaxe das Promenadenviertel des Badeortes. In der Informationsrunde wurde anfangst festgelegt, wann letzte Zug ab Binz wieder zurückfährt, um rechtzeitig wieder an Bord zu sein, denn die Princess wollte laut Ablaufplan spätestens um 19:30 Uhr in Lauterbach ablegen. Wegen einer Wetterverschlechterung, es regnete ab 15:00 Uhr heftig in Binz, fuhren die meisten einen Zug (sprich zwei Stunden) früher ab Binz, zurück nach Lauterbach. Vor dem Abendessen  gab es einen Abschiedscocktail mit einer kurzen Ansprache vom Kapitän. Über den Rügischen Bodden und Strelasund erreichte die MS "Princess" gegen 23:00 Uhr Stralsund an der Fährbrücke. Wir hatten, in Gestalt unserer beiden Busfahrer Lutz und Steffen, auch ein Begrüßungskomitee an der Fährbrücke.

Nach dem Frühstück und auschecken fuhren wir mit den Bussen um 8:30 von der Fährbrücke in Stralsund ab. Auf der Rückfahrt Richtung Mülheim war ein längerer Aufenthalt in Hamburg an den Landungsbrücken geplant. Gegen 12:00 Uhr erreichten wir in Hamburg unser Ziel. Der erste Gang der meisten Mitreisenden ging zur "Brücke 10" einem Fischlokal mit vorzüglichen Fischbrötchen. Was Anfangs unserer Reisen noch ein sog. Geheimtipp war hat sich längst bei allen Reiseteilnehmern herumgesprochen. Zwei Stunden später verließen wir die Landungsbrücken.  Mit einer kleinen Sightseeing Tour über die Niederbaumbrücke; Am Sandtorkai; Großer Grasbrook und der Überseeallee verließen wir Hamburg Richtung Mülheim. nach einer längeren Rast in der Rasrstätte Dammer Berge erreichten wir unser Ziel den Lindenhof um 19:45 Uhr.
Nach dem die Corona Inkubationszeit von 5 Tagen vorüber ist und keiner der Mitreisenden Auffälligkeiten gezeigt hat, können wir vom Vorstand sagen, die Reise war gelungen. Trotz der gewissen Unwägbarkeiten, war es Dank der intensiven Vorbereitung in Bezug der Hygienemaßnahmen, als auch in der, durch Corona bedingt, schwierigeren Organisation gelungen, die Risiken auf ein Minimum herunterzufahren. Allen, die an der Organisation mitgewirkt haben, allen voran unser Paul als Vorsitzender, als auch Jürgen als Verhandlungspartner mit der Reederei, gilt der besondere Dank für das Gelingen dieser ersten Fahrt in unserem Jubiläumsjahr 2020. Dies soll für uns alle ein Ansporn sein und für den Vorstand, ein weiter so, in seinen Bemühungen für die weiteren Reisen in diesem Jahr. Denn der Verein Kultur & Reisen ist in diesen schwierigen Zeiten auf den richtigen Weg.

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